die schreiberin

ich zeichne einen plan für dich,
entwerfe unsere beziehung in all ihren phasen,
um dir zu zeigen, was wir sein könnten.

das muss genügen

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13 Kommentare zu „die schreiberin

    1. Für mich klingt es, als würde man versuchen (s)einem Partner das Leben zu zweit zu erklären aber der Partner hört gar nicht hin und da es „genügen muss“, auch nicht gewillt ist, die Richtung einzuschlagen. Deswegen dieses „der Andere kann nicht lesen“.

      1. danke für die ausführung 🙂 das eröffnet mir jetzt eine andere perspektive auf den text, auf dieser ebene habe ich das nämlich nicht gesehen 🙂 finde ich sehr spannend, weil das wieder mal zeigt, welche eigendynamik texte eigentlich haben.

  1. Deswegen wird es ja auch immer schnell schwierig, wenn sich in Blog-Diskussionen gestritten wird. Hier können Worte komplett anders rüber kommen. Siehst ja an deinem Text. Anhand deiner Erklärung siehst du es eher als eine Art Liebeserklärung, oder?

    1. ich finde eigentlich gerade das spannend, dass texte so verschieden interpretiert werden können. ich finde deine interpretation auch sehr gut, nur eben anders. ich denke, dass ich als schreiberin eines textes nicht die macht habe dessen bedeutung für immer festzulegen, und dass will ich auch gar nicht. ich würde auch nicht sagen, dass meine bedeutung mehr gewicht hat als deine, nur weil ich den text geschrieben habe.
      jetzt zu meiner eigenen interpretation meines textes: für mich geht es dabei darum, dass es für einen menschen mit viel phantasie leicht ist, sich vorzustellen, wie eine beziehung mit einem anderen menschen aussehen kann. dabei geht es gar nicht primär um einen menschen mit dem man schon eine beziehung hat, sondern nur um die möglichkeit eine beziehung zu irgendjemanden zu entwerfen, denn als „phantast_in“ verfügt man zwar um die möglichen instrumente (=nämlich genug vorstellungskraft) um dinge/beziehungen zu entwerfen. allerdings muss die möglichkeit, dass etwas sein könnte, genügen, weil die realisation niemals an die vorstellung herankommen kann, und es deswegen besser ist, bei der vorstellung zu bleiben und sie nicht durch den alltag zu zerstören.
      [jetzt hab ich das so geschrieben und nochmal durchgelesen, aber es kommt denke ich nicht ganz an das heran, was ich beim schreiben gedacht habe. und ich weiß auch gar nicht, ob es sinn ergibt?]

  2. Ich denke, es kommt auf die Art des Textes an. Bei vielen Texten muss es eine feste Bedeutung geben. Das gilt aber eher für Geschichten.
    Bei Lyrik ist es besonders schwer, Bedeutungen oder Hintergründe zu erkennen. Manche Dinge die man meint, verbergen sich in Wortspielereien, die nicht jeder erkennt bzw. erkennen kann.

    Das Problem bei der Vorstellung einer perfekten Beziehung ist natürlich, dass das reale Leben diese Erwartungen nie erfüllen kann. Wenn man das weiß, ist es kein Problem. Es gibt aber auch genug Menschen, die sich solche Vorstellungswelten basteln und sich wundern, warum ihnen das Leben dann andauernd Streiche spielt…

    1. ja, solche leute gibt es eh zuviele 😉 da ist es besser, wenn man wenigstens weiß welche vorstellungen umsetzbar sind und welche nicht.

      ich glaube, bei der lyrik ist es eben am offensichtlichsten, weil man da die textoberfläche, also wirklich die einzelnen wörter, anders interpretieren kann. aber auch wenn bei längeren geschichten die bedeutung statischer erscheint, denke ich doch, dass sie sich ändert, aber halt nicht, dass sich die handlung dadurch ändert, sondern einfach, wie man diese deutet, zB wenn du heute einen roman liest, der im 18. Jh oder so geschrieben wurde, dann kannst du der handlung zwar folgen, aber manche dinge kommen uns heute nicht mehr logisch vor, weil sich der kontext und damit auch die bedeutung irgendwie geändert hat… aber ja, so im prinzip bin ich eh deiner meinung, ich wollte dass noch etwas vertiefen oder so… war aber eigentlich nicht notwendig 😉 – quasi aus reinem interesse an der diskussion 🙂

  3. Nachdem ich mich hier gerade ein wenig eingelesen habe, muss bzw. möchte ich sagen, dass Du sehr schöne Gedanken auf Deinem Blog hast. Wobei mir die freie Lyrik noch besser gefällt, als die Reime. Aber das unterliegt natürlich subjektivem Empfinden.

    Sehr schön finde ich auch den Interpretations-Freiraum, den Du gibst. Du schreibst nicht vor, sondern beschreibst. Auf diese Weise kann sich jeder „seinen eigenen Reim“ auf das Gelesene machen.

    Fein, fein … ich komme wieder! ;o)

    Ein wunderbares Wochenende wünsche ich Dir!

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