Schreiben ist…

vor sehr langer zeit im vergangenen jahr hat mir sofasophia ein stöckchen zugeworfen (merci, nochmal!), und jetzt habe ich endlich die zeit gefunden, die fragen fertig zu beantworten (der beitrag liegt auch schon genauso lange in meinem entwurfordner)

***

Schreiben ist …

…fühlen.
schwebend zu Boden fallen
schwindelnd klar sehen
glücklich melancholisch sein
schreiend stumm bleiben
sicher nicht.
sicher schon.
vernünftig wahnsinnig werden
fühlen ist schreiben.

Warum schreibst du und wie gehst du dabei vor?

_warum: um mein leben narrativ zu strukturieren, und auch um die fantastsiche geschichten, die ich mir ausdenke, aufzuschreiben. wobei: wörter zu finden, die das ausdrücken, was ich meine, ist für mich ein komplizierter vorgang. je mehr ich über sprache an sich weiß, desto schwieriger erscheint es mir. aber über wörter nachzudenken, kann auch sehr amüsant sein.

_wie: meistens unstrukturiert, lieber mit stift und papier als am bildschirm. handschriftlich stimmt mein schreibtempo mit meinem „denktempo“ besser überein, am bildschirm tippe ich dafür zu schnell. außerdem finde ich schreiben am bildschirm unpersönlicher und distanzierter. aber es kommt auch auf das an, woran ich schreibe: rezensionen oder uni-arbeiten tippe ich, geschichten und gedichte schreibe ich meistens zuerst mit der hand.

Verfolgst du beim Schreiben ein Fernziel?

nein, schreiben ist für mich etwas gegenwärtiges. selbst, wenn ich es nicht schaffe, geschichten zu papier zu bringen, schreibe ich sie doch in meinem kopf.

Wie reagierst du, wenn ein Kommentator in deinem Blog deinen Schreibstil kritisiert?

dafür blogge ich nicht regelmäßig genug, und bekomme eigentlich so gut wie keine kritischen kommentare. kritik im allgemeinen finde ich positiv, weil sie mich fordert, und mir dabei hilft, mich weiterzuentwickeln. manche kritik sollte man jedoch getrost ignorieren, um sich selbst treu zu bleiben.

Wie wichtig sind dir Statistikzahlen?

gleichgültig, obwohl ich mich über besucher*innen auf meinem blog natürlich sehr freue. am anfang, wie ich noch neu auf wordpress war, fand ich die statistik allerdings sehr faszinierend.

Wie viele Blogs besuchst du täglich oder wöchentlich durchschnittlich und wie viele Kommentare schreibst du ungefähr pro Tag, pro Woche?

ein blog, den ich immer montags besuche, ist der englische ratgeberblog captain awkward. im moment bin ich relativ wenig online, weil mein offline-leben mein online-dasein erheblich stört.

Welche Texte liest du am liebsten und wann empfindest du einen Text als gut oder schlecht?

das ist schwierig zu beantworten, lieber fiktionale texte, vor allem romane. gute texte sind für mich solche, die mich auf welche art auch immer berühren, oder mich nachdenklich stimmen, die mich fesseln, von denen ich nicht loskomme. schlechte texte wären dann das gegenteil davon: zeilen, die ich schnell wieder vergesse.

Welches sind (ganz spontan und ohne groß nachzudenken) deine drei wichtigsten Werte?

freiheit, vertrauen, selbstständigkeit – sind zumindest die ersten begriffe, die mir einfallen. ob das werte sind, darüber könnte man streiten.

Wie trägt Bloggen zu deiner Lebensqualität bei?

es hat mir geholfen, meine gedanken sprachlich zu formulieren, und an texten weiterzuarbeiten, mit dem ziel, sie hier zu veröffentlichen. und ich mag wordpress und die blogger*innen, und es eröffnen sich ganz neue welten oder universen über  und in blogs.

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und ich habe auch ein paar fragen, für all jene, die gerade zeit und lust haben, über das schreiben nachzudenken:

  • in welcher stimmung schreibst du am meisten?
  • hast du einen speziellen ort, an welchen du dich zum schreiben zurückziehst, oder kannst du überall vor dich hin kritzeln?
  • welcher text/buch hat dich im letzten monat am tiefsten berührt, nachdenklich gestimmt?
  • gibt es personen, orte oder sachen in deinem leben, die dich zum schreiben inspirieren?
  • was hindert dich am bzw. hält dich vom schreiben ab?
  • wie wichtig ist es dir, feedback zu deinen texten zu bekommen?
  • was war dein erster eintrag auf wordpress? wie kam es dazu, dass du gerade diesen gewählt hast?
  • stil und/oder inhalt eines textes – ist etwas davon wichtiger? wie siehst du das verhältnis zwischen beiden?
  • was ist dein nächstes, größeres schreibprojekt? (insofern es nicht geheim ist)
  • wann hast du deine erste geschichte geschrieben? und wie siehst du diese heute?
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2 Kommentare zu „Schreiben ist…

  1. Ich danke dir herzlich für deine Antworten. Es ist schon toll, wie man Menschen ein klein bisschen umfassender wahrnehmen darf, wenn man seine Antworten liest.
    Mir gefallen deine Gedanken und auch deine neuen Fragen.
    Hoffentlich nimmt jemand deinen Stock auf und macht was draus. 🙂

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