verw::irrungen

tl;dr: Anfang und Ende einer Geschichte, die ich nie schrieb. Spaßgesellschaft, Eventkultur mixed with Emotionen und Politik, und in einem etwas diffusem Schreibstil.


 

tot der glaube, alles nur spiel, zumindest sollte es, nichts ernst, erwartet, dass man leicht gleich werbung das leben, kein sinn, sondern s-p-a-ß, eigenes wird sauber geordnet, chronologisch, dokumentiert, präsentiert, muss schreiben, dass es g-e-i-l, es l-e-g-e-n-d-a-r-y, das b-e-s-t-e, wenn nicht, dann ist es nicht, richtig, machst du, wenn dir alles egal, jede handlung muss event, jede beziehung ein sieg, WAS WILLST DU? ich habe nichts zu, will nicht kritisieren, kein aber. nur weiter weinen, weil es traurig, weil ich nicht mehr, die betäubungen, gegenschmerz, suche nach dem nächsten kick, zu behaupten, dass es nicht wichtig, relativierungsoptimierung, so tun als ob abgehärtet gegen, nimm mal das plastik weg, um etwas zu spüren, und wenn es schmerz? schicht für schicht, langsam, wenn du es schneller, bringt es dich, du es verbrennst, brennst du mit, sachte, leg wunden frei, darunter bekommen sie keine zeit, um zu heilen. meine taubheit weg, seitdem, fühle ich mich, wehrlos, verletzt alles, farben, weil zu grell, geschmack von kaffee treibt mir tränen, sätze, weil bedeutungslos, jeder buchstabe mich weiter von den anderen, von dir, das wort mich bricht, RUHE! ich weiß, du willst ruhe, dass es still in dir, damit du nicht mehr nach:denken, chaos abstellen, dann denkst du wärst glücklich. g-l-ü-c-k. was ist? ist das nicht wieder s-p-a-ß. wer sagt, wir sollen? wer sagt, wir haben das? und du spürst nichts, das nichts, du bist taub, ich bin nur gefühl, sonst-, natürlich kannst du nicht, und wenn, dann nicht für, wer sollte? das schmerzt nicht, es schmerzt die welt, existenz schmerzt, existenzschmerz, der augenblick, an dem sich unsere wege, der schmerzt, davor, bevor ich uns denken, und wenn es nur bei diesem moment geblieben, wo wärst du dann heute, wo ich, jedenfalls gäbe es keinen schimmer von uns. seitdem erwarte ich nichts von dir, warte, dass du uns beendest, für nichtig erklärt hast du uns von anfang, habe ich angst davor? WAHRHEIT, wahr ist nur das, was dir nützt, das erspart dir denken, wahr ist, dass wahr ist, was war, reine dekadenz ist das einzige, was daran wahr, pure heuchlerei, in wahrheit glaube, illusion, fantasterei, und du erträgst nicht, meine gedanken, du flüsterst, ich soll aufhören, mein hübsches köpfchen über politik zu zerbrechen, was zum erbrechen ist, wenn du dir eingestehen, du die schlüsse ziehen, denn es folgt daraus, in conclusio, dass deine wahrheit nicht war, dass wahrheit nicht existent, nicht für, deine verzerrungen der welt bedrohen, mich, ich will verstehen, und schaffe nicht, dir widerstehen, das recht nicht, verleugne, dass uns war, dass es wahr, ist dir das recht genug?

am ende nichts. weder ruhe noch wahr. es blieb leere betäubung. es blieb unfähig, feig schmerz zu ertragen. VERMUTLICH IRREN WIR BEIDE. ICH DENKE WIR BELASSEN ES DABEI. WAS MEINST DU?

ich? habe nichts zu, bin nur nebenfigur deiner tragödie.

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4 Kommentare zu „verw::irrungen

  1. Lass den Text wie er ist. Er erinnert mich an assoziatives Schreiben. Es gibt Texte, die wirken nicht durch das Feilen an den Worten. Sie wirken eher durch ihre Authentizität. So wie Deiner.

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