Kritzi Kratzi

Alltagsgeschichte & Versuch im Dialekt zu schreiben III: Telefongespräch einer Tochter mit ihrer Mutter; wir lesen: die Stimme der Tochter, die mit ihrer Mutter, danach mit ihrer Freundin über das Gespräch spricht.

Am Telefon:
mama, i hob grod mit da ines gredt und sie hot gmant, dass sie des net unterschreibn kann.

jo, mama, waßt, des muas wenn dann dea bernd unterschreibn, weil iam die firma ghert. Und dea woa heit net do.

na, do kau net anfoch die ines so a kritzi kratzi hinmochn. Des passt daun net. Des kaun net anfoch irgendwea so kritzi kratzi mochn, do brauch i die unterschrift vom bernd dazua.

mama, jetzt hea mi holt amol zu! Na, des geht so net!

Zur Freundin, die während des Gesprächs neben ihr gestanden hat:
boah, i waß echt net, wos de sie denkt – sie glabt, es sullt glei irgendwea so a kritzi kratzi hinmochn, owa des geht holt net.

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6 Kommentare zu „Kritzi Kratzi

  1. Also ich habs problemlos verstanden! Bin allerdings Süddeutsche, und da gibts Parallelen. Die einzige offene Frage nach Lektüre dieses kleinen Texts ist: Wofür braucht es denn das Kritzi Kratzi? Aber das geht wahrscheinlich zu sehr ins Detail. 😉
    Ein herziger Text ist das jedenfalls, I mag Dialeggde!
    🙂

  2. Wie oben erwähnt, ich verstehe alles und in SMS sowie WhatsApp wird auch mit einigen Leuten im Dialekt geschrieben 🙂

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