lovestory 2.0

verweben wir uns
zwischen nullen und einsen_
bis ein bug auftaucht


[Aus diesem Text lässt sich zweierlei schließen: Ich finde Gefallen am Schreiben von Haikus und ich habe in den letzten Tagen zuviel Literatur über das Web konsumiert.]

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Ineinander :: Feuer und Wasser

Marie bestellte sich noch einen Kaffee, während sie den Treppenaufgang im Auge behielt. Zwar war sie erst vor zehn Minuten selbst gekommen, dennoch schien sich die Zeit endlos zu ziehen. Sie fragte sich, wann Lukas wohl auftauchen würde, ob er überhaupt kommen würde. „Ineinander :: Feuer und Wasser“ weiterlesen

in meinem kopf, kobaltblau

eine geschichte über schreibblockaden, und die frage, wie es sich anfühlt, die eigene identität zu verlieren


Ich verliere die Buchstabenketten, die ich so schön aneinander reihen konnte. Eine nach der anderen löst sich auf und die Buchstaben gleiten wie aufgefädelte Perlen von einer Schnur und verschwinden in der Dunkelheit. „in meinem kopf, kobaltblau“ weiterlesen

[*.txt]: nackt

*.txt: Während der Entdeckung neuer Blogwelten (oder doch eher: neuer Blogs und Welten?) bin ich über das Projekt *.txt von Dominik Leitner gesurft – die Idee dahinter: alle drei Wochen wird ein neues Wort bekannt gegeben, und alle Teilnehmenden haben dann die darauffolgenden drei Wochen Zeit, sich einen Text aus der Tastatur zu klappern, der in welcher Form auch immer mit dem Wort in Verbindung steht. Die Links zu allen Texten finden sich gesammelt hier. Ich finde die Idee sehr kul, weil ich dadurch Anregungen zum Schreiben bekomme, und mir außerdem weitere Welten auf anderen Blogs, die auch beim Projekt mitmachen, zuteil werden.

Weil ich außerdem finde, ich sollte mich mehr mit unterschiedlichen Textsorten beschäftigen, um meinen Texthorizont zu erweitern, werde ich für jeden Beitrag eine spezifische Form wählen. Falls jemand Vorschläge für eine Textform hat – gerne!

Das neunte (und mein erstes) Wort: NACKT.

TextsorteHaiku. „[*.txt]: nackt“ weiterlesen

Geht’s dir gut?

*** Gestern, am 20.06.2015 sind bei einer Amokfahrt, in Graz, der Stadt, in der ich seit mehr als zehn Jahren mein zweites Zuhause habe, drei Menschen gestorben, und zu viele verletzt worden. Ich bin wahnsinnig dankbar, dass meine Freunde und Freundinnen unverletzt geblieben sind. Und mein Mitgefühl gilt den Angehörigen und Opfern. Folgender Text sind subjektive Eindrücke von gestern. *** „Geht’s dir gut?“ weiterlesen

Zuggirlanden

tl;dr: das ist die geschichte hinter ’schöne lügen‘. in fragmenten. im übrigen sehr mit metaphern überladen (wollte ich mal ausprobieren). ich-erzähler*in mit einem imaginierten du – begründung für die form ist, dass dadurch die figuren an sich nicht so festgeschrieben sind (was kategorien wie gender betrifft).

Unser Sommer hatte mich kaum Atmen lassen, jedes Mal Luftholen war Feuerschlucken. Es hatte nicht nur an der Sonne gelegen, die gnadenlos vom Himmel brannte, sondern auch an den gnadenlos hitzigen Diskussionen zwischen uns. Dafür habe ich gebrannt, immer mit dem Gedanken: wenn ich mit dir reden; wenn ich dich überzeugen kann, dann kann ich alles. Und bemerkte nicht, wie ich dabei ausbrannte. Erst als das letzte Glühen lang erloschen war, begann ich die Kälte zu spüren, die sich in jedem einzelnen deiner Gedanken manifestierte. War zuvor jedes deiner Worte Öl auf meinem Feuer, wurde deine mit Hass überdeckte Angst nun zu einer Ölpest, die mich zu ersticken drohte.

„Zuggirlanden“ weiterlesen