Luftschlösser, früh aufstehen und die Frage nach dem größten Traum

In den letzten Monaten haben mich easymusing sowie Cathrin Rubin für den Liebster Award nominiert – danke herzlichst dafür! Jetzt bin ich endlich dazu gekommen, mich den Fragen der beiden zu widmen und sie so gut wie möglich zu beantworten.

++ Ich wünsche euch allen einen guten Start ins neue Jahr 🙂

1. Was hat dich zum Bloggen gebracht?

Meinen ersten Blogversuch startete ich 2008. Es ging mir hauptsächlich darum, ein etwas öffentlicheres Forum für meine Texte zu finden. Diesen Blog habe ich seit 2012, wobei ich mich sehr freue, dass ich mehr oder weniger regelmäßig Einträge poste.

2. Gibt es Themen, über die du besonders gern oder auch überhaupt nicht schreiben würdest?

Ich versuche, nicht allzu persönlich zu schreiben. Klarerweise gibt es bei den Geschichten teilweise Überschneidungen zwischen dem fiktionalen Ich und dem, was ich persönlich erlebe – aber ich überzeichne und verfremde alles. Wirklich Persönliches würde ich nicht über mich preisgeben wollen und hadere zuweilen damit, ob ich nicht schon zu große Einblicke in meine private Welt gebe. Ansonsten schreibe ich gerne über jegliche Themen.

3. In welcher Situation bist du am kreativsten?

Kann ich nicht beantworten, ist nicht situationsabhängig. Meistens brauche ich aber irgendeinen Anreiz von außen, der mich dazu bringt, Geschichten zu formulieren.

4. Wenn du etwas an dir verändern könntest, was wäre das und warum?

Meine Größe. 1,60 m ist mir manchmal zu klein, vor allem, weil meine kleineren Schwestern mittlerweile größer sind als ich.

5. Was ist dein größter Traum?

Ich habe noch einige Träume, die aber eher wie ein Rhizom miteinander vernetzt sind und nicht hierarchisch geordnet. Und über die konkreten Träume spreche ich lieber nicht und außerdem habe ich immer den Spruch  „Pass auf, was du dir wünschst, es könnte in Erfüllung gehen“ im Hinterkopf, weil sich etwas vorstellen und etwas leben zwei sehr unterschiedliche Sachen sind. Luftschlösser bauen ist einfach, das Leben selbst ist schwierig, aber gerade auch deswegen spannend.

6. Wenn du in eine bestimmte Situation zurückreisen und diese noch einmal erleben könntest, welche wäre das und warum?

Zu dem Zeitpunkt, bevor ich angefangen habe, die Harry-Potter-Bücher zu lesen. Dann könnte ich sie nochmals zum ersten Mal lesen.

7. Bist du zufrieden, wie dein Blog sich entwickelt hat?

Im Grunde bin ich das, aber ich denke manchmal etwas ambivalent darüber: einerseits würde ich meinen Blog gerne anders gestalten – mit zusätzlichen Fotografien, mehr essayistischen Texten, über Themen, die mich beschäftigen; andererseits will ich, dass der Text weiterhin im Vordergrund steht und ich frage mich dann auch wieder, ob ich es auf Dauer gut finden würde, Persönlicheres zu schreiben (siehe Punkt 2). Ich schwanke also. Die Zukunft wird zeigen, wofür ich mich entscheide 😉

8. Wo ist dein Lieblingsort zum Schreiben?

Ich habe keinen Lieblingsort – ich schreibe meistens zunächst im Kopf (sobald mir etwas einfällt) und schreibe auf – egal ob handschriftlich oder am Computer – sobald ich dazu komme.

9. Welche Eigenschaft liebst du an dir?

Dass ich eine Frühaufsteherin bin.

10. Wie viel Arbeit steckt in einem deiner Blogbeiträge?

Hängt vom Beitrag und der dahinterstehenden Geschichte ab – variiert zwischen 10 Minuten und einigen Jahren.

11. Hast du mich schon bei Twitter gefunden? Dann ist dir vielleicht schon aufgefallen, dass ich über das Jugendwort des Jahres nachgedacht habe. Fällt dir spontan ein, welches Wort das ist? Und was hältst du davon?

Nein, habe ich aber jetzt nachgeholt. Das Jugendwort fiel mir jetzt spontan natürlich auch nicht ein, dafür aber das Wort des Jahres der Oxford Dictionaries: der Emoji-Smiley. Was ich sehr passend finde, während ich das Jugendwort des Jahres – ‚Smombie‘ – noch nie gehört habe. Aber das liegt wohl wiederum daran, dass ich nicht mehr jugendlich bin.

10. Gibt es Gott?

Das habe ich Gott letztens auch gefragt, aber er wollte mir das einfach nicht beantworten.

9. Haben deine Nachbarn auch gerade Sex?

Kann ich glücklicherweise nicht feststellen.

8. Welches Buch/welcher Film wäre ein gutes Weihnachtsgeschenk?

Da es jetzt ja nach Weihnachten ist, kann ich diese Frage mit den Büchern beantworten, die ich geschenkt bekommen habe:

Filme sind schwieriger. Aber ein Film, den wahrscheinlich schon jede*r kennt, der aber meiner Meinung nach passend für Weihnachten ist – wegen der lieben Story, dem Stefan-Zweig-Bezug und der schönen Bildwelten, die der Film zaubert:

 

7. Rückenschonender Rucksack oder wirbelsäulenunfreundliche Umhängetasche?

Ich entscheide mich immer für die Tasche.

6. Hattest du als Kind auch unsichtbare Freunde? (Diese Frage dient nur dazu mich zu beruhigen, dass ich doch völlig normal bin…)

Nein, aber ich habe gemeinsam mit einer Freundin einen detaillierten Plan für ein gemeinsames Haus gehabt: Dazu wollten wir das Himalaya-Gebirge aushöhlen und dort hinein unser millionenstöckiges Haus inkl. unzähliger Rutschen bauen. Wir hatten auch eine ausführliche Skizze dazu.

5. Und weil ich die Frage von xsehu so schön fand: Kennst du die Mitternachtsformel noch?

Nein, kannte ich nicht mehr, aber ich finde „Die Mitternachtsformel“ wäre ein schoener Titel für einen Roman.

4. Hast du ein gutes Plätzchen-Rezept für mich? Oder mal eine Alternative zu den Plätzchen? Gibt es Weihnachtskuchen?

Wenn ich etwas überhaupt nicht kann, dann ist es kochen und backen.

3. Wann gehst du dieses Jahr zum ersten Mal auf den Weihnachtsmarkt? Was gefällt dir an Weihnachtsmärkten?

Ich war dieses Jahr nur einmal auf dem Weihnachtsmarkt, was auch daran liegt, dass ich Weihnachtsmärkte – zumindest in der eigenen Stadt – nicht besonders anziehend finde: es ist kalt; es ist zu laut und es sind viel zu viele Menschen.
In anderen Städten ist es aber lustig, weil ich da auch Sachen zu sehen bekomme, die ich nicht schon 100.000 Mal zuvor gesehen habe.

2. Lieber in einer mäßig zufriedenstellenden Beziehung oder Single und völlig auf dich gestellt?

Single. Aber vielleicht kann ich das auch nur deswegen schreiben, weil ich gerade single bin?

1.Stell dir vor, du hast einen Gehirntumor. Er kann opertativ entfernt werden. Das würde allerdings bedeuten, dass du dein Gedächtnis verlierst d.h. du erinnerst dich nicht an deine Vergangenheit und auch nicht an die Menschen, die du kennst. Deine Lebenserwartungen läge bei 10 Jahren. Lässt du dich nicht operieren, hast du nur 5 Jahre. Für was entscheidest du dich: Zehn Jahre ohne Gedächtnis oder fünf Jahre mit Gedächtnis?

Ich denke, ich würde mich für die zehn Jahre ohne Gedächtnis entscheiden. Die Menschen, die in meinem Leben sind, könnte ich neu kennenlernen. Außerdem würde es mich interessieren, inwieweit es mich – mein Denken, meine Eigenschaften, Handlungen – verändern würde, wenn ich keine Vergangenheit mehr hätte.

Regeln des “Liebster Award”
* Danke der Person, die dich für den Liebster Award nominiert hat und verlinke den Blog dieser Person in deinem Beitrag.
* Beantworte die 10 Fragen, die der Nominierende dir stellte.
* Nominiere drei bis elf weitere Blogger_innen für den Liebster Award.
* Stelle eine neue Liste mit 10 Fragen für deine nominierten Blogger zusammen.
* Schreibe diese Regeln in deinen Artikel zum Liebster Award, damit die Nominierten wissen, was sie tun müssen.
* Informiere deine nominierten Blogger_innen über die Nominierung und deinen Artikel.

Es gibt zum Liebster-Award auch kritische Stimmen, die diesen als Spam bzw. als Kettenbrief empfinden. Deswegen ist es auch völlig in Ordnung für mich, wenn die von mir Nominierten nicht am Blogaward teilnehmen wollen 🙂. Ich finde die Kritik zwar zum einen berechtigt, zum anderen finde ich es für kleinere Blogs doch auch eine Möglichkeit, sich zu vernetzen und vielleicht auch auf neue Blogs aufmerksam zu werden.

10 Fragen:

  1. Was ist das Erste, woran du denkst, wenn du morgens aufwachst?
  2. Schreibst du lieber handschriftlich oder am Computer?
  3. Wenn du ein Plakat entwerfen könntest, dass in deiner Stadt als Werbeplakat aufgehängt werden würde, was würde sich darauf befinden?
  4. Was ist dein Lieblingsgenre (bei Büchern/Filmen…) und warum?
  5. Was ist deine Lieblingsschriftart?
  6. Welche Plattform im Web nutzt du am liebsten? Und welche gar nicht?
  7. Welchen Titel hätte dein erstes Buch? Und was für ein Buch wäre es?
  8. Welcher Satz steht auf der zehnten Seite der zwölften Zeile des Buches, das im Moment am nächsten neben dir liegt?
  9. Welche Frage dürfte dir niemand stellen? (Weil du sie nicht beantworten würdest, du sie unangebracht finden würdest…)
  10. Ohne welche fünf Sachen würdest du nicht verreisen?

Ich nominiere die folgenden Blogger*innen:

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Ein Kommentar zu „Luftschlösser, früh aufstehen und die Frage nach dem größten Traum

  1. Liebe Lia,
    Sehr interessante antworten, vor allem auch deshalb, weil es mir mit einigen Dingen ähnlich geht (wie z.B. das in welche Richtung mein Blog gehen soll….)
    Hab übrigens gerade meine jugendliche Schwester gefragt: Sie kennt das Wort Smombie ebenfalls nicht 😉 Also liegt es whs daran, dass es echt unbekannt ist….

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