„Und, wie war dein Tag heute so?“

ein gedicht aus meinem „archiv“ (á la meinen alten notizbüchern), irgendwann in der schulzeit geschrieben, als ich dachte, alles sollte sich irgendwie reimen und ich zuviel heinrich heine gedichte auswendig kannte (spiegelt sich im text)

„Und, wie war dein Tag heute so?“

Kennst du, wenn sie blöde fragen,
wie es heute denn so war.
aber du kannst es nicht sagen,
denn, du warst ja gar nicht da.

Warst versunken zwischen Träumen
ohne jemals aufzuwachen
während andere sich plagen
stapeln sich bei dir die Sachen.

Und so wirst du, wenn sie fragen
bloß dein hübsches Lächeln zeigen.
Das, plus nicken und ein Füllwort
bringt sie effektiv zum Schweigen.

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6 Kommentare zu „„Und, wie war dein Tag heute so?“

  1. Das (leider)schlechte Gewissen wegen Träumerei, das sich in Wut umwandelt, kenne ich auch. Während andere sich plagen. Das Plagen (Stress) gehört ja zum guten Ton und zur Daseinsberechtigung.
    Die Reime finde ich gar nicht gesucht, sondern passend, da braucht es gar keinen entschuldigenden Hinweis auf die Schulzeit,oder.
    Mir gefällts.
    Schöne Sonntagsgruesse.

    1. Merci 🙂
      Ich glaube, der Hinweis hilft mir eine Distanz zu den eigenen Texten herzustellen – in zehn Jahren schreibe ich dann wahrscheinlich: „und solche Texte hab ich in meinen 20igern geschrieben“;)
      liebe grüße
      lia

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