zweck:los

aus dem archiv: ein gedicht ins leere (aus dem jahr 2013).
Für C.

manchmal kann schein auch alles sein
ein schutz vor lust, ein schutz vor leid
wie lang ich noch am leben häng‘
bestimm nur ich, niemals die zeit.

du schätzt ästhetik fälschlich ein
sie  zeigt, wann wahrheit lüge ist
mein herz ist süchtig nach dem fallen
weil im zerbrechen leben ist

nach nutzen sollten wir nicht suchen
von gottes gnad‘ ist nichts zu seh’n
ich fürcht‘, am ende uns’rer tage
kann neben sehnsucht nichts besteh’n

ich fürchte nicht, was in der ferne
nur das, was mir sehr nahe ist
drum weiß ich auch, dass es gefährlich;
dass es sehr nah am wahnsinn ist

erfahrung könnt mir vieles lehren
doch ist es wahr, was aus ihr spricht?
ist gefühl alles, dann ertrink‘ ich
„geh von mir fort, verlass mich nicht!“

die wahren dinge dieses lebens
sie werden von gedanken bloß –
verkompliziert und jedes streben
nach einfachheit erscheint zwecklos.

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