zweck:los

aus dem archiv: ein gedicht ins leere (aus dem jahr 2013).
Für C.

manchmal kann schein auch alles sein
ein schutz vor lust, ein schutz vor leid
wie lang ich noch am leben häng‘
bestimm nur ich, niemals die zeit.

du schätzt ästhetik fälschlich ein
sie  zeigt, wann wahrheit lüge ist
mein herz ist süchtig nach dem fallen
weil im zerbrechen leben ist

nach nutzen sollten wir nicht suchen
von gottes gnad‘ ist nichts zu seh’n
ich fürcht‘, am ende uns’rer tage
kann neben sehnsucht nichts besteh’n

ich fürchte nicht, was in der ferne
nur das, was mir sehr nahe ist
drum weiß ich auch, dass es gefährlich;
dass es sehr nah am wahnsinn ist

erfahrung könnt mir vieles lehren
doch ist es wahr, was aus ihr spricht?
ist gefühl alles, dann ertrink‘ ich
„geh von mir fort, verlass mich nicht!“

die wahren dinge dieses lebens
sie werden von gedanken bloß –
verkompliziert und jedes streben
nach einfachheit erscheint zwecklos.

Zuggirlanden

tl;dr: das ist die geschichte hinter ’schöne lügen‘. in fragmenten. im übrigen sehr mit metaphern überladen (wollte ich mal ausprobieren). ich-erzähler*in mit einem imaginierten du – begründung für die form ist, dass dadurch die figuren an sich nicht so festgeschrieben sind (was kategorien wie gender betrifft).

Unser Sommer hatte mich kaum Atmen lassen, jedes Mal Luftholen war Feuerschlucken. Es hatte nicht nur an der Sonne gelegen, die gnadenlos vom Himmel brannte, sondern auch an den gnadenlos hitzigen Diskussionen zwischen uns. Dafür habe ich gebrannt, immer mit dem Gedanken: wenn ich mit dir reden; wenn ich dich überzeugen kann, dann kann ich alles. Und bemerkte nicht, wie ich dabei ausbrannte. Erst als das letzte Glühen lang erloschen war, begann ich die Kälte zu spüren, die sich in jedem einzelnen deiner Gedanken manifestierte. War zuvor jedes deiner Worte Öl auf meinem Feuer, wurde deine mit Hass überdeckte Angst nun zu einer Ölpest, die mich zu ersticken drohte.

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die schreiberin

tl;dr: sehr kurze *geschichte* über ein thema, das mich immer wieder beschäftigt: schreibblockaden. im moment gerade wieder . ich habe also vor ungefähr einem jahr angefangen auf wordpress zu bloggen, und ich finde es noch immer sehr schön, auch für all die kurzen begegnungen und momente. im moment schaffe ich es zeitlich kaum, online zu sein, weil mein offline-leben mich zu sehr beansprucht (+ meine schlechte zeiteinteilung), was dazu führt, dass ich weder zeit für meinen eigenen blog habe noch dafür mir auf anderen blogs, postings durchzulesen. (letzteres vermisse ich mehr.) ich gehe davon aus, dass ich im winter wieder mehr zeit finden werde, bis dahin wünsche ich allen einen schoenen herbst 🙂 „die schreiberin“ weiterlesen