sein / stehen

sein / stehen (eine irritation als remix)

dieses Nichts zwischen uns scheint bedrohlich verschwommen : unumkehrbar schwimmen frei wie ?, während wir den staub der klassiker zwischen unseren zähnen zermahlen, lautet der current state of mind peripetie, das gefühl nahender finsternis verdrängen wir, indem wir über LEICHEN schreiben

sich mit tinder subkutan hyposensibilisieren : aber sie haben alle keine gesichter, sie haben alle keine gesichter! narrative miteinander, aber nie ineinander verweben – wie ein profi, du machst das schon wie ein profi!!! – seriell permutierend, „einzahl, mehrzahl, vielzahl, unzahl“ mit KÖRPERN nachspielen

unsere abgetreppten mauern schlussendlich doch bang hinuntersteigen : auf der suche nach etwas-zum-begehren; unter jeder unserer stufen befindet sich eine falltür und wir kippen hinein und kippen nach unten und kippen zurück hinauf und schließlich kippen wir nicht in-, sondern einander

Nichts steht
(mehr)
Nichts ist
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zwischen uns
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Endzeit.

Ihre Schuhe sind voll Blut, matsch matsch bei jedem Schritt.
Ihre Hose ist voll Blut.
Ihr Pullover ist zerrissen; ihre linke Hand gebrochen.
Ihre rechte Hand schleift seinen leblosen Körper hinter sich her gleich wie sie als Kleinkind ihren überdimensionalen Teddybären hinter sich hergezogen hat.

– FLASHBACK –

Er: Wartest du schon lange?
Sie: Nein…
Er: Ist alles in Ordnung?
Geht es dir gut?
Sie: Ja. „Endzeit.“ weiterlesen

grausam (he calls it hideous) II

I.

„Eine so hübsche Frau wie du sollte sich ihren Kopf nicht über Politik zerbrechen.“

II.

„Erklär’s mir bitte. Ich will wirklich wissen, was ich hätte anders machen sollen. Ich verstehe einfach nicht, warum dich das jetzt verletzt. Ich wollte dir halt nichts vorspielen, weißt du? Es liegt auch nicht an dir – du bist perfekt – es liegt ganz allein an mir. Ich bekomm‘ das mit der Nähe einfach nicht auf die Reihe. Und ich fühle einfach nicht genug. Es ist einfach nicht so, wie ich mir das vorgestellt habe. Klar, es wäre vielleicht besser gewesen, dir zu sagen, dass ich dich nicht wirklich will, bevor wir ficken. Aber du kannst doch nicht verletzt sein, wenn ich doch einfach nur ich bin.“

III.

„Da red‘ ma dann drüber, wennst amal Kinder hast. Des kannst du jetzt ja noch gar net verstehen.“

IV.

„Man sieht ja, wo deine Prioritäten liegen. Wenn dir wirklich etwas an anderen Menschen, an deiner Familie, wenn dir etwas daran liegen würde, dann hättest du nicht drei Studien abgeschlossen. Dann würdest du jetzt nicht versuchen, Karriere zu machen. Du würdest nicht für’s System arbeiten, sondern etwas Sinnvolles mit deiner Zeit anfangen. Aber du wirst schon sehen: Es wird mal die Zeit kommen, da wirst du es bereuen, dass du keine Kinder hast. Da wirst du bereuen, dass du jemals studiert hast.“

V.

„So ab 25 ist für Frauen die beste Zeit einfach vorüber. Das sieht man halt einfach, dass die dann voll nicht mehr attraktiv, sondern einfach nur alt sind.“

VI.

[insert censored section here]

 

(inspiriert von David Foster Wallace: brief interviews with hideous men)